Dieter Falk im Gespräch (S01/E16)
Shownotes
„Befiehl du deine Wege“ (Bearbeitung Dieter Falk, 2007)
„Maria Theresia“, Musical von Michael Kunze und Dieter Falk
Transkript anzeigen
00:00:06: Herzlich Willkommen zum Podcast Popkost Church.
00:00:08: Wir sind
00:00:09: Hartmut Naumann, ich leite das Popularmusikzentrum in Hannover
00:00:14: und Stefan Reinke Kantor im Zentrum für Popular Musik in Ezeho.
00:00:17: Ja wir unterhalten uns in unser Podcast über neue Lieder und die Entwicklung von Popular Musik In der Kirche.
00:00:25: Und jetzt geht's los!
00:00:30: Ja herzlich willkommen zu unserer neuen Folge von Popkos Church.
00:00:34: Hallo Stephan Wir starten heute mit unseren Sommerinterviews, denn wir haben uns für diese und auch die nächsten drei Folgen spannende Gäste eingeladen.
00:00:45: Die wir befragen wollen nach Popularmusik in der Kirche und nach dem was sie selber schöne Haltung dazu haben und dass sie selbst auch dazu beigetragen haben vielleicht und wie sie die Dinge hier und dort differenziert betrachten.
00:01:01: Sehr spannende Interviewpartner.
00:01:04: Und heute starten wir mit Dieter Falk.
00:01:09: Hallo, Dieter!
00:01:09: Schön, dass du da bist.
00:01:11: Schönen guten Morgen.
00:01:11: Grüßt euch.
00:01:13: Dieter, du bist ja jemand der unermüdlich unterwegs ist und permanent Projekte ablaufen hat.
00:01:19: Und das schon seit den Achtzigerjahren.
00:01:22: spätestens bist du mit ganz viel interessanter Musik unterwegs.
00:01:26: Was sind denn deine aktuellen Projekten?
00:01:28: Was machst Du gerade?
00:01:29: Mit was bist Du auf Tour?
00:01:31: Ich bin öfters in Wien Denn seit Oktober letzten Jahres läuft dort ein Musical en suite.
00:01:39: En suite heißt, dass es jeden Tag läuft.
00:01:43: mit einem Ruhetag-Montag ist eine Pause dafür spielen die dann Sonntags zweimal also so wie man's aus Hamburg zum Beispiel kennt und da läuft ein Musical was mein Sohn Paul und ich zusammen geschrieben haben.
00:01:55: Maria Theresia das ist so mein neues Projekt.
00:01:58: das ist sehr umfangreich mit twenty fünf Musikerinnen und Musikern im Orchester graben und über dreißig Leute auf der Bühne.
00:02:06: Und da ich auch dort die Orange Mores geschrieben habe, und Musical Supervisor bin muss ich öfter mal dahin und so alles checken.
00:02:13: Das ist ein spannendes Projekt, auch neu für mich bis dato gewesen.
00:02:17: Ansonsten hat Stefan, er kennt ja mich Konzerte und Lehrtätigkeit.
00:02:23: Es bleibt spannend!
00:02:25: Man nimmt dich ja so auch als Grenzgänger irgendwie wahr.
00:02:28: zwischen secularer Popmusik, wenn man den Begriff irgendwie benutzen.
00:02:31: Was auch immer das genau sein mag oder zwischen allgemeiner Popmusique, zwischen christlicher Popmusiek was ja ein bisschen unser Gegenstand hier ist.
00:02:40: Wie war es denn, als du angefangen bist?
00:02:41: Was war zuerst da?
00:02:43: Was zuerst kirchliche Popularmusik oder Popmusiek?
00:02:46: oder kommst du aus dem Kirchengemeindekontext?
00:02:48: wie ist das gekommen?
00:02:50: Ja, ich bin ein klassisches Kirchenkind.
00:02:52: Wobei ich aus einer Freikirche komme.
00:02:54: Freie evangelische Gemeinde in Siegen.
00:02:56: Geißwald.
00:02:57: also ich komme aus dem Siegerland sehr fromme Ecke.
00:03:02: In jedem Dorf gibt es irgendwelche vier Kirchen kann man schon sagen und mein Bruder und ich hatten einen Jugendchor und das war mein Start.
00:03:10: für den Jugendchorr habe ich eigene Songs geschrieben aber natürlich auch Gospels wie Oh Happy Day was mal so früher gesungen hat.
00:03:18: Also es lief immer so Gospel-Thema bei mir.
00:03:22: Das war meine hauptüberschrift, meine musikalische Überschrift.
00:03:26: Parallel habe ich aber eigentlich immer Musik gehört von Elton John bis Steely.
00:03:33: Dann was es damals so gab Earth Wind and Fire
00:03:38: Ja und da bist du ja in dieser christlichen Musikszene sozusagen, christlichen Popmusikszene.
00:03:43: Anfang der achtziger Jahre bist du da wirklich senkrecht gestartet also überall wenn man dann so mal nachließt was ist denn da alles so gewesen?
00:03:50: Da taucht die Überhalte mit Dieter Feig auf ja Annen und Andreas und keine Ahnung viele Leute mit denen du da zusammengearbeitet hast und die auch mit deinen musikalischen Impulsen irgendwie versorgt hast.
00:04:03: Was sind denn da Anfangsphase für dich so wichtige Stationen gewesen?
00:04:09: Natürlich, dass ich auch parallel zu den Musikproduktionen – nennen wir mal mit Arno und Andreas – auch live unterwegs war.
00:04:17: Das fand ich immer wichtig damit man die Künstlerinnen und Künstlern besser kennen lernt.
00:04:21: Eine wichtige Station war auch Kay Gondt, das ist eine verrückte Story!
00:04:27: Eigentlich war er eine ganz andere Sängerin Bei mir im Studio in Stuttgart damals und wollte sich musikalisch vorstellen.
00:04:35: Und dann habe ich mir ein Konzert von dieser Sängerin angeguckt, und als Backgroundsängerin war eine junge Dame dabei, die mir viel besser gefiel...
00:04:44: Das ist der Albtraum für
00:04:45: so eine Menge.
00:04:46: Das ist wirklich der Alptraum!
00:04:47: Ich werde hier natürlich keine Namen nennen.
00:04:49: also die gefiel mir musikalich viel besser und das war Kay Gondt und die hat einen Plattenvertrag bei Pila Musik bekommen.
00:04:56: und ja das war ihr Start damals Und ja, das war eine verrückte Geschichte.
00:05:01: Aber weiter natürlich Theorophiles wie sie alle hießen mein Freund Johannes Nietzsch der auch aus der Gegend Hessen Siegerland kommt und ich wir beide haben in dieser Zeit und jetzt rede ich mal von Anfang der Achtziger Jahre, der neunzehnte Achtzerjahre wirklich sehr sehr vielen Künstlern so ein bisschen die Platten vorbereitet und sie live begleitet.
00:05:26: Du warst ja als Produzent bei Pila Music.
00:05:29: Hattest du den re leuchten Anstellungsvertrag, oder wie muss ich das vorstellen?
00:05:33: Ja, ich war frisch verheiratet.
00:05:35: In fournachtzig habe ich geheiratete Angelica und irgendwie musste ein bisschen die Butter aufs Brot.
00:05:41: Und dann kam dieses Angebot von dem Ehepaar Rittinghaus als Staff Producer.
00:05:48: Das habe ich angenommen allerdings nur eine halbe Anstellung weil ich wollte auch immer natürlich noch auf Tournee sein und auch andere Sachen machen können Und dort habe ich von hier bis zu hier in der Tat sehr viel produziert.
00:06:04: Ich war aber auch gesundheitlich angegriffen, weil ich mit ganz geringen Budgets oft in Nachtschichten durchproduzieren musste Und dann hat mein Schwiegervater, seines Zeichens auch Internist mir die gelbe Karte gezeigt und hat gesagt, wenn du so weitermachst hast du mit vierzigem Herz infarkt.
00:06:31: Da war ich Anfang dreißig!
00:06:34: Dann kam wie auch immer durch einen Riesenzufahl oder Gottesgeschenk eine Demokassette in den Briefkasten und da war P. Werner drauf mit dem Song Kribbeln im Bauch.
00:06:46: Und den hast du dann produziert.
00:06:49: und ich erinnere mich, ich bin in diesem Song begegnet.
00:06:52: Ich war damals als der gerade frisch rauskam an einer Musikschule Gesangstheurer für Pop und so... ...und da brachten die Schülerinnen dazu.
00:07:03: Die brachten diesen Song mit denen wollen wir gerne singen.
00:07:05: Der ist so super!
00:07:07: Und später habe ich erfahren dass du den produziert hast.
00:07:10: Das hat dann schon mein Leben auch verändert, weil es war der erste Hit den ich hatte.
00:07:15: Vorher habe ich ja ausschließlich für die christliche Popmusik-Szene produziert und das hieß dass man im besten Fall bei K-Gorne, waren es, fünfundzwanzigtausend Alben zu der Zeit verkaufen konnte.
00:07:27: Mein On Time Album, meine erste Solo-Platte, neunzehntfünfundachtzig hat auch sehr gut verkauft, auch so in dem dreißigtaussender Bereich.
00:07:35: aber ganz ehrlich Davon leben konnte man wirklich nicht.
00:07:39: Und dann war so, dass klar meine Frau hat noch studiert für Lehramt und als wir dann in Stuttgart wohnten kam eben P. Werner um die Ecke und zwei Jahre später kamen die Band pur um die ecke.
00:07:53: und ja Dann hat sich schon mein Leben auch verändert.
00:07:56: ich durfte mir auch mal mehr leisten weil ich mehr Budget für die Produktion hatte durfte nach Amerika fliegen dort produzieren Und ja, das hat schon auch unser gesamtes Leben verändert.
00:08:09: Ja, das kann man sich gut vorstellen!
00:08:14: Hast du das gemacht?
00:08:22: Also schon mit Überzeugung und gedacht oder hast du gedacht, ach kann man kurz gut Geld verdienen mache ich jetzt mal.
00:08:26: Und ich kann Kirchenmusik weiter machen als Hobby oder hast Du Dein Herz an den Teufel verkauft?
00:08:31: Wie hast Du das am besten
00:08:32: so
00:08:32: zu der Zeit?
00:08:33: Das ist eine gute Frage.
00:08:34: also Ich habe wirklich aus existenziellen Gründen einfach nicht mehr so weiterarbeiten können wie ich vorhin erklärte weil es sehr aufreibend war.
00:08:44: ich muss dazu sagen ich bin echter Workaholic.
00:08:47: meine Arbeitstage fangen Ja, ich stehe um halb sechs auf.
00:08:52: Auch früher schon und die Arbeitstage enden dann spät.
00:08:56: Ich komme auch mit kurzen Nächten zurecht und das kann man halt eine gewisse Zeit machen aber nicht durchgehend.
00:09:03: Und als ich dann die Möglichkeiten hatte ein bisschen mehr in Ruhe zu arbeiten auch künstlerisch mir mehr mal leisten zu können Dann habe ich dass diese Chance natürlich ergriffen.
00:09:14: und Stefan damals wusste ich ja noch nicht ob das erfolgreich wird.
00:09:17: Das ist ja so wenn man so einen Kribbeln im Bauch produziert, dann weiß man ja nicht ob das nach ein Hit wird.
00:09:23: Und als ich mit pur anfing hatten sie auch noch kein Chart-Entry und
00:09:28: d.h.,
00:09:29: als ich dort als Produzent anfing, auch aus dem Jahr neunundachtzig war es ja auch noch ungewiss.
00:09:35: Selbstverständlich ist es so mit einer größeren ökonomischen Unabhängigkeit kommt natürlich auch bessere Lebensumstände.
00:09:45: Das ist eine Binsenweisheit.
00:09:47: Trotzdem habe ich immer auf deine Frage jetzt zu antworten.
00:09:51: Immer den Kontakt zu den alten Freunden und Bekannten aus der christlichen Musikszene weiter gepflegt, will nur zum Beispiel Clemens Bittlinger nennen und ja auch Andreas Malesa.
00:10:03: also da ist der Kontakt nie verloren gegangen.
00:10:06: Du hast ja dann spätestens bei dem Thema Pop oratorien zehn Gebote.
00:10:13: Da bist du ja sozusagen wieder sehr stark in die christliche Musikszene eingestiegen mit so einem Pauchenschlag.
00:10:20: Also ich habe das jedenfalls wirklich als ein Pauchenschlag empfunden, diese zehn Gebote als es rauskam und hab gedacht wow!
00:10:27: Mit richtig guter Popmusik kann hier zeitgemäß eine biblische Geschichte erzählt werden... ...mit Botschaft, mit Doppelböldigkeit und allem Traumotran Und die Mucke ist richtig gruvig.
00:10:41: Also, mich hat das sehr inspiriert damals als das rauskam und du hast ja noch weitere Oratorien auch nachgelegt.
00:10:46: Wie kam es dazu?
00:10:47: Wie kamst du vielleicht zu diesem Erstlingswerk da?
00:10:51: Vielleicht darf ich noch eine Sache vorausschicken!
00:10:54: Als ich im Jahr die Gürisa bei der TV-Casting Show Popstars in der Jury saß, bei ProSieben hatte ich ja die verrückte Idee parallel dazu Paul Gerhardt ein Album zu widmen.
00:11:08: Diese Extreme habe gemocht.
00:11:10: Ich mochte immer, diese zwei Welten zu verknüpfen um einfach auch Kirche mal in anderem Licht zu zeigen.
00:11:18: das klingt jetzt sehr romantisierend aber wenn man parallel einen Privatsenter unterwegs ist es einem Castingshow Format und auf der anderen Seite Konzerte gibt mit Befiel du deine Wege und was dein Herz erkränkt dann wird man gefragt wie sowas funktioniert?
00:11:35: Und das war... Das fand ich hochspannend für mich persönlich diese Welten miteinander zu verknöpfen und zu zeigen, dass kirchliche Welt und religiöse Welt nicht weltfremd ist.
00:11:49: Dann lass uns doch am besten hier mal einen kurzen Cut machen!
00:11:53: Du hast ja für dieses Interview auch zwei Songs mitgebracht die wir mal einspielen können und eines davon passt glaube ich jetzt gerade ganz gut hierher.
00:12:02: Befiel du deine Wege von Paul Gerhardt.
00:12:04: der Text Johan Krüger Die Musik ist der Koral, der mich von Paul Gerhard immer am meisten beeindruckt hat.
00:12:11: Hier ist meine Bearbeitung aus dem Jahre zwei Tausend Sieben und nach diesem Attribute to Paul Gerhard Album zwei tausend sieben kam diese von dir gerade angesprochene Anfrage der kreativen Kirche zum Kulturhauptstadt.
00:14:46: Zwei Tausends Zehn Jubiläum.
00:14:48: in Dortmund also das Ruhrgebiet war Kultur Hauptstadt ein Musical zu schreiben Und da ich Musical Total cheesy fand so.
00:15:01: Ich übertreibe mal, aber da habe ich gedacht das ist also ich weiß nicht muss ja zu sagen Michael Kunze den ich schon seit über forty fünf Jahren kenne Hatte mich schon in den neunzenundachtziger jahren gefragt ob ich nicht mehr musically schreiben wolle und hab ich eben damals gesagt Ja finde ich bisschen cheesy.
00:15:18: oder sagt er watz ma ab
00:15:20: irgendwann
00:15:21: und zwei tausendneuen waren hier auf dem sofa links von mir Die beiden Herren der kreativen Kirche und fragten mich für ein großes Chor-Stück an.
00:15:31: Und dann habe ich parallel, als sie hier waren Michael Kunzer angerufen, hab ihn gefragt... ...Michel du bist der Experte!
00:15:37: Ich kenne mich im Musical wirklich nicht aus.
00:15:40: Ich habe ihn so gefragt, könntest Du mir empfehlen der den Text für so einen Stück macht?
00:15:45: Natürlich habe ich ins Geheim gehofft das er ja sagt und so war es auch.
00:15:48: Und das war für mich der Beginn in ein ganz neues Kapitel, von dem ich bis heute profitiere und was heute für mich eigentlich meine Hauptbetätigung ist.
00:15:56: Musicals!
00:15:58: Ja wie gesagt, ich habe da sehr aufgehorcht als das rauskam... ...und dann sind ja noch weitere Musicals oder Oratorien.
00:16:06: Eigentlich sind es mehr Musicals ne?
00:16:08: Weil's viel mit szenischer Darstellung natürlich arbeitet, was du da machst.
00:16:13: Dann kam Luther jetzt aktuelles, Betlehem und Maria Theresa ist eben können wir ja auch sowas ähnliches.
00:16:20: Also das ist sozusagen eigentlich wirklich so eine Art Hauptbeschäftigung für dich jetzt momentan geworden kann man sagen
00:16:27: Ja weil ich das natürlich auch eine große künstlerische Herausforderung finde.
00:16:30: Früher war ich der Mann für die dreieinhalb Minuten Songs Und jetzt muss ich zweieinhalb Stunden füllen.
00:16:38: Ich habe das als eine große Herausforderung.
00:16:41: deshalb empfunden Gerade auch diese filmmusikalischen Elemente im Anderscoring, das bedeutet dass man zum Beispiel Dialoge musikalisch unterlegen muss in gerade Musicals.
00:16:52: Bei den Pop-Auratorien haben wir das jetzt seltener.
00:16:55: aber gerade im Musical Bereich ist das so, dass man eben Dialoger auch musikalist untermahlen muss.
00:17:01: Das ist ein bisschen dieser Filmmusikalische Bereich.
00:17:05: Aber dass man auch Emotionen zum Teil vielleicht plakativ, aber doch deutlich untermalen kann.
00:17:13: Ich nenne mal zum Beispiel wenn wir jetzt bei Maria Theresia die Kriegsszene haben zwischen Frittrich von Preußen und Maria Theresi also die siebenjährige Kriege das reizt mich total dass auch umzusetzen mit den sogenannten Hans Zimmer-Sounds Monumental Sounds Cinematic Sounds Das ist für mich als Popproduzent ein Riesenspaß.
00:17:37: Wenn du bei diesen Chor-Musicals, also mit Rete Reze ist ja jetzt richtig für Profi Bühne gedacht.
00:17:43: Das sind die anderen zwar auch aber irgendwie haben die dann doch macht ihr diese Chormusicals?
00:17:47: Die Andockung an so eine Chorszene, eine Chorwelt und Kirchengemeinde vielleicht auch irgendwie so Sinn.
00:17:53: Wie denkst Du da wenn Du sowas geschrieben hast?
00:17:56: wer ist die Zielgruppe ein?
00:17:57: Ist die Ziel Gruppe immer die große Arena?
00:17:59: oder denkst du Ah, das ist auch ein Chor und ich denke auch mit dass es vielleicht in kleineren Gemeinnissetting funktionieren können soll wie auch immer.
00:18:07: Das ist eine ganz wichtige Frage Stefan weil mir oft vorgeworfen wurde Anfang so als das erste Stück raus kam ja da so monumental und groß die singende Masse man verliert sich in der Masse.
00:18:20: historisch war es aber ganz anders gedacht.
00:18:22: ursprünglich hieß dieses Stück die zehn Gebote.
00:18:29: Also wir haben gesagt, maximal tausend und auch bei einer großen Mendelssohn-Aufführung hast du manchmal fünfhundert Leute im Chor oder so.
00:18:35: Das ist ja nicht neu!
00:18:37: Und diese monumentale Fischerchor ähnlichen Zustände die waren gar nicht mal intendiert.
00:18:44: Es war noch einmal so dass in dieser Chorszene offensichtlich eine Nachfrage herrschte das sich so viele Leute angemeldet haben Dass wir dann bei den Uraufführungen bei zweieinhalb Tausend oder dreitausend auch dicht machen mussten Und natürlich haben wir uns, und das wäre ja vermessen, das nicht einzuberkennen.
00:19:01: Wir haben es echt total gefreut!
00:19:04: Das ist so eine Nachfrage gibt für populäre Musik in Choreformen.
00:19:12: auf Tournee gehen kann.
00:19:13: Das freut uns natürlich auch, aber das ist jetzt wirklich so gemeint dass nachher diese Stücke in Buxtehude oder im Berchtesgaden mit einem Fünfzig-Mann-Core oder einer Fünfundzwanzig-Frauen-CORE oder einen Polizeicore in Düsseldorf oder keine Ahnung was es alles so gibt, dass die dann vier Titel aus Bethlehem am Weihnachtstag singen oder dass das Lutherstück über hundertvierzig Mal in kleiner Form, teilweise sehr kleiner Form mit Halbplaybacks gemacht wurde.
00:19:46: Das finde ich mindestens genauso wichtig.
00:19:49: Ja, ich glaube es ist wenn wir ein bisschen allgemein auf die Pop-Musik Szene gucken, wo es einen großen Bedarf gibt an den Großformen.
00:19:55: Wenn man's mir der klassischen Kirchenmusik vergleicht habe ich das Gefühl, dass die Pop Musik oft sehr Songzentriert und es werden sehr oft Einzelsongs gemacht.
00:20:03: aber irgendwann kommt ein Chor glaub' ich dahin ein größeres Zusammenhang haben möchte.
00:20:10: Dann kann man auch selbst basteln natürlich, indem man selbst einen dramaturgischen Bogen aus Einzelsongs sich bastelt.
00:20:15: aber im Prinzip ist ja dieses Chormusik das Gegenstück zur großen Messe oder so was zum Oratorium und das glaube ich ist eine Herausforderung.
00:20:23: die Köhre brauchen wir auch gut um dass die Pop-Szene als Kirchenmusik Szene ernst und wahrgenommen wird.
00:20:30: also da bräuchte es noch viel mehr Stücke Vielleicht auch in einem kleineren Umfang, aber es ist glaube ich wirklich ein Format das gefragt ist.
00:20:36: Also sage ja auch selbst als Mensch der ja solche Sachen aufhört und machen möchte oder nicht selbst komponieren möchte.
00:20:42: Ich möchte ja nicht alles selber.
00:20:43: Hab keine Zeit dafür tatsächlich und vielleicht auch kein Talent um jetzt alles zu dramaturgisieren so.
00:20:49: Und insofern braucht's das glaub' ich damit die Szene professionellisiert wahrgenommen wird.
00:20:53: Das war glaube ich auch der große Schub den er mitgegeben hat.
00:20:55: Nicht nur, aber auch ein wichtiger Schub
00:20:57: Natürlich.
00:20:59: Ich war ja nicht der Erste, man muss der Ehrlichkeit halber sagen dass Siegfried Vietz mit dem Paulus Oratorium Petrus Oratorien mir auch da eine Vorlage geliefert hat und wir telefonieren ein zweimal im Jahr miteinander.
00:21:11: Hartmut du kannst dich auch noch erinnern wie er uns besucht hat in der Copacadamie seinerzeit?
00:21:15: Er ist einfach ein toller Typ und wenn ihr so erzählt wie so'n Lied von guten Mächten entstanden ist oder auch wie das Paulus oratorium entstanden isst Das hat mich schon beeinflusst motiviert das zu tun.
00:21:28: Und heute ist es so Stefan, dass ich meinen Studierenden in Regensburg bei dem Masterstudiengang Neue Geistliche Musik als Masteraufgabe auch immer die Möglichkeit gebe, eigene Musicals zu komponieren und das ist jetzt schon mehrfach vorgekommen.
00:21:44: ein Studierender hat Paulus Musical geschrieben und gerade im letzten Jahr hat eine Absolventin, die Steffi Helein ein wunderbares Afrika-Musical geschrieben aus eigener Anschauung weil sie auch dort oft war und Hilfswerk gegründet hat.
00:21:57: Ganz tolle Geschichte.
00:21:59: ich bin total bei dir Die Menschen möchten Geschichten hören.
00:22:04: Natürlich kannst du auch in dreieinhalb Minuten eine Geschichte erzählen Wenn du ein guter Texabist.
00:22:09: geht das wirklich?
00:22:11: Es gibt genügend Beispiele aber Ich glaube dass die menschen In dieser Kurzlebigkeit von TikTok zunehmend den Wunsch haben, auch sich mal in die Geschichte länger zu vertiefen.
00:22:24: Dranzubleiben am Ball einzutauchen in eine andere Realität, vielleicht auch in einer anderen Person und deswegen glaube ich das Musiktheater da eine große Möglichkeit hat?
00:22:35: Ja, das ist auch meine Erfahrung.
00:22:37: Das ist wirklich nicht nur im aktuellen Trend sondern ich glaube auch es hat eine stärkere Bedeutung sich wirklich reinzuknien, eine Geschichte und zwar in einem musikalischen Format.
00:22:50: Ich habe übrigens auch mit meinen Masterstudenten damals an der Pop-Academy auch ein Euro-Torm geschrieben, das ist leider bisher noch nicht aufgeführt aber das war auch eine tolle Arbeit weil die Studis auch unheimlich viele Ideen kreative Ideen eingebracht haben und so.
00:23:04: also ich glaube dass es einen Format ist was wirklich auch weiter Zukunft hat.
00:23:08: Ich denke mal was die Größe dieses Formates angeht da muss man wahrscheinlich noch in Zukunft mehr Abstufungen vielleicht organisieren.
00:23:17: Also deine Dinger, die sind riesengroß auch groß aufgebaut mit vielen Solisten.
00:23:23: Da braucht es viel um das zu realisieren und das hat eine eigene Qualität.
00:23:29: aber nicht jeder ambitionierte Gospelchor in einer Kirchengemeinde kann sagen okay ich mache jetzt mal das komplette Luther-Autorium.
00:23:37: Suchen wir irgendwie noch ein paar Solisten dazu?
00:23:39: Das wird nicht funktionieren.
00:23:40: also Ich finde es gut, wenn wir da einfach immer nochmal verschiedene Formate durchdenken.
00:23:45: Wenn wir solche Sachen machen.
00:23:47: Also bin ich total dabei!
00:23:48: Erst mal gibt's natürlich nicht jedem... Veranstalter, sage ich mal hat die finanziellen Möglichkeiten eine große Band dazu zu holen.
00:23:57: Deswegen gibt es auch die Möglichkeit mit Halbplayback zu laufen.
00:24:00: das ist für uns als Musiker natürlich semi optimal.
00:24:04: aber wenn man jetzt mal zum Beispiel im Musical Bereich guckt was gerade so in Deutschland rumtourt dass es verrückt wie viel da als halb playback läuft einfach aus finanziellem gründen.
00:24:14: also das finde ich darf dann auch bei kleineraufführung erlaubt sein wenn nur der Gesang live ist.
00:24:19: Und natürlich auch die technischen Herausforderungen sind teilweise schon immens.
00:24:24: Aber es freut mich eben, dass es trotzdem möglich ist, dass die drei Stücke, die Michael Kunst und ich geschrieben haben – auch ganz oft über das Jahr hinaus kleinere Aufführung
00:24:33: stattfinden!
00:24:36: Du bist ja im Bereich von Ausbildung und Workshops, also Musikvermittlungen.
00:24:42: Bist du ja auch von Anfang an unterwegs?
00:24:44: Also da wirst du ja jemanden, der seine musikalischen Ideen gerne weitergibt in verschiedensten Formate, in Hochschulen aber eben auch innerhalb von WorkshOPs.
00:24:51: Und wir sind uns... ich weiß gar nicht ob du dich daran erinnern kannst Wir sind uns vor Ewigkeiten mal begegnet mit den Girls.
00:24:58: Anfang der achtziger Jahre Da waren wir eine junge Band, war ein Teenager Und du warst zu Besuch in der Jugendarbeit, der Dieter Pfeil kommt und so weiter.
00:25:07: Du hast da ganz kurzfristig und unkompliziert mit unseren Coaching gemacht.
00:25:12: Das hat uns gezeigt wie der Gruf in der Band funktioniert und wie ein Arangschmarrn aufgebaut werden kann, Lücken-Arangenschmarrnen und so fand ich total interessant.
00:25:20: Dieter Falk tauchte auf, hatte Ideen dargelassen und ist wieder verschwunden.
00:25:26: Wie eine Biene zur nächsten blühte Geschweb!
00:25:29: hat mich sehr beeindruckt damals und seitdem habe ich das ja auch mit verfolgt, dass du immer wieder im Bereich Ausbildung unterwegs wirst.
00:25:36: Und wir hatten dann die tolle Möglichkeit mal zusammenzuarbeiten an der Pop-Akademie in Witten als wir miteinander quasi diese Popstudiengänge aufgebaut haben, aus dem Jahr den folgenden Jahren.
00:25:49: Wie stehst du zu dem Thema Musikvermittlung?
00:25:51: Ich meine, du machst bis in Regensburg jetzt auch aktiv und in Düsseldorf
00:25:54: usw.,
00:25:56: wie wichtig ist dir das?
00:25:57: Das war mir immer schon wichtig und klammer auf, natürlich kann ich mich an Görlitz erinnern.
00:26:02: Ich weiß auch noch wie ich dahin gekommen bin in so einem Trabant der irgendwo auf halber Strecke den Geist aufgegeben hat.
00:26:08: das war hochabenteuerlich.
00:26:09: sowas vergisst man nicht.
00:26:10: Und natürlich kann mich auch sehr gut daran erinneren lieber Hartmut Wie wir zusammen die evangelische Popakademie dieser Pressekonferenz da.
00:26:20: Wir beide haben zusammengechampeden und dann geht alle Gott, das war so verrückt.
00:26:25: Das waren natürlich, das sind so Erlebnisse die bleiben auch.
00:26:29: Und Musikvermittlungen hatte ich eigentlich von Anfang an immer schon als ein Teil meiner Tätigkeit verstanden.
00:26:36: Es gab damals das Fachblatt Musikmagazin Ich weiß nicht ob ihr das noch kennt Und daraufhin wurde etwas später die Zeitschaft Keyboards Die es bis heute noch gibt Heute heißt sie dann Sound and Recording gegründet und die waren quasi um die Ecke in Köln, wo ich damals studiert hab.
00:26:53: Und ich habe mir mein Studium zum Teil finanziert, indem ich monatliche Workshops geschrieben habe für diese beiden Zeitungen.
00:27:00: Und diesen Workshobs wurden dann nach Enklavir Buchform veröffentlicht.
00:27:04: also das war schon in den ab einund achtzig habe ich Workshubs geschrieben, monatlichen Kolumnen über Band, Arrangement oder Keyboard Piano-Workshops Poppiano Das heißt, das war immer ein Thema für mich Das war der Ruf hier von der Robert Schumann Musikhochschule, dort eine Profisur zu übernehmen.
00:27:25: Da habe ich sehr gerne ja gesagt.
00:27:27: Vorher hatte ich immer mal Workshops gegeben und dann kam die Gründung der Evangelischen Popakademie und so weiter.
00:27:33: Für mich ist Musikvermittlung... das A und O. Und ich bin so froh, dass sich eigentlich auch durch die, sagen wir mal gerade was die evangelische Pop-Academie, die du ja geleitet hast angestoßen hat, sich in der Zwischenzeit entwickelt hat, dass ja eigentlich keine Musikhochschule mehr ohne ein Angebot dieser Art auskommt.
00:27:55: Genau.
00:27:56: Und es ist so schön zu sehen, dass im Prinzip die Presbyterien die sagen Wir brauchen jetzt Kimu Wir brauchen einen Kirchenmusiker und eine Kirchen Musikerin, die zumindest ne grundlegende Fallequation auch in Gospelcore-Leitung hat oder auch ein choral neu reharmonisieren kann.
00:28:16: Der Liturgi ganz anders begreift... Und das ist wirklich ne bahnbrechende Änderung gewesen!
00:28:23: Ich freu mich dass eben jetzt selbst den katholischen Kirchen Regensburg sowas aufgegriffen wurde.
00:28:28: Ja, das is ja tatsächlich auch nen großer Weg von dem Anfang, den wir schon gewidmen haben da an die achtziger Jahre als du so eingestinkt hast Bisschen, vielleicht das absolutische Muddlkind-Image der Popularmusik schon ein bisschen überwunden.
00:28:41: Aber auch noch nicht so stark.
00:28:42: und jetzt tatsächlich gibt es... Es ist im Grunde jede Hochschule überlegt wie sie es irgendwie einbauen kann weil da Berufsbedarf zu da ist.
00:28:49: Dennoch wenn du da mal drauf schaust auf diese Entwicklung.
00:28:54: Gibt's da noch Leerstellen?
00:28:55: Gibt es noch Bedürre?
00:28:56: Also sagst du irgendwie da müsste noch was sein.
00:28:58: also Perfekte Welt hat man natürlich nie, aber wenn man sich die basteln könnte.
00:29:03: Ja ich denke zum Beispiel daran dass ich kommende Woche in Düsseldorf einen zweitägigen Workshop mache für Kirchenmusikerinnen und Kirchen Musiker.
00:29:11: den habe ich vor zehn Jahren schon mal jedes Jahr einmal gemacht und dann wurde es einfach links liegen gelassen leider.
00:29:17: jetzt wird's aber Gott sei Dank wieder aufgegriffen.
00:29:20: Ich glaube das die Hochschulleitung noch mehr begreifen sollten Dass es ohne nicht mehr geht Und dass diese zweikleisige Ausbildung eine Bereicherung für den kirchlichen Alltag ist und das es diesbezüglich noch viel zu tun gibt.
00:29:36: Ich sage dir gerade, ich freue mich, dass die Evangelische Popakademie damals viel angestoßen hat aber im katholischen Bereich ist das wirklich noch ausbauffähig zum Beispiel!
00:29:47: Ich habe letzten Monat ne Anfrage bekommen für eine leitende Stelle in dem Diözese Köln für Popularmusik.
00:29:56: Die haben Händeringen gesucht, weil es muss jemand sein der einen Masterabschluss hat.
00:29:59: So wo gibt das denn überhaupt?
00:30:00: Das gibt's eigentlich nur den Witten und den gibt es auch nur bei uns in Regensburg also für eine A. Es gibt nur eine A-Stelle.
00:30:07: Also da ist noch viel Luft nach oben.
00:30:10: Ja, da gäbe es natürlich aber vieles müssen wir auch noch mal einfach sagen.
00:30:12: Also quasi diese Fixierung von solchen Stellen an A-Examinar könnte auch eine sein die womöglich nicht ganz der Gegenwart mehr entspricht sozusagen.
00:30:21: Da könnte man ja auch schauen dass man sozusagen da gibt's ja gerade im Popbereich so viele Querlogiken die jenseits von irgendwelchen Abschlüssen liegen die trotzdem qualifiziert sein können.
00:30:30: Aber grundsätzlich auch.
00:30:31: ich frage mich auch wann die erste große Hamburger Hauptkirche in A
00:30:36: Musikerpop.
00:30:37: Eine A-Kanturin anstellt als Popmusik, das wäre
00:30:40: schon spannend.
00:30:42: Das glaube ich auch.
00:30:43: Darf ich das kurz Stefan ganz kurz bekräftigen was du gerade gesagt hast?
00:30:46: Gerade in der katholischen Kirche gibt es sehr viele Beispiele wirklich.
00:30:50: also ich könnte dir jetzt sofort zehn Beispielen nennen von Musikerin und Musikern die sich auf eigen Initiative weitergebildet haben im Bereich Popularmusik einen klassischen Abschluss haben irgendwo an einer kirchen musikhochschule Aber Mangel ist Angebot, dann das auf eigene Initiative gemacht haben und vor Ort eine ganz tolle Arbeit haben.
00:31:10: Und machen auch ohne Master in Popularmusik zu haben.
00:31:14: also das geht auch.
00:31:15: gerade im katholischen zeigt sich diese Möglichkeit
00:31:18: Dieter wenn du auf die christliche Popmusik-Szene guckst in Deutschland, die sich ja auch immer wieder verändert und weiterentwickelt.
00:31:26: Wir haben es momentan viel mit Praise & Worship zu tun mit verschiedenen Ausformungen.
00:31:32: wie würdest du das einschätzen von der Entwicklung her?
00:31:35: Ist das eine gute Entwicklung?
00:31:37: was fehlt dir da vielleicht oder ist es irgendwie top?
00:31:41: Wie schätzt du das ein?
00:31:43: Eine gute Entwicklung hinsichtlich was meinst du konkret?
00:31:46: Naja, also ich bin immer so ein Verfechter von Vielfalt.
00:31:49: Also auch musikalischer Vielfald von verschiedensten Sounds und verschiedenen Stylistiken
00:31:54: usw.,
00:31:54: die gleichberechtigt nebeneinander miteinander unterwegs sein können.
00:31:59: Und das ist meine Anfrage, sag' ich mal
00:32:04: so!
00:32:04: Da bin ich schon der Meinung, dass – und das sage ich jetzt als jemand, der ja eher so der Mainstreamer ist.
00:32:10: Der schon ein bisschen den populären Musikgeschmack auch gut findet und dann in seiner Arbeit widerspiegelt.
00:32:16: Ich finde es schon, dass es links und rechts davon noch mehr geben muss an Unterrichtsangebot.
00:32:22: Also ich rede mal zum Beispiel, dass man natürlich in der Weltmusik Phänomene hat oder Stile die in der Ausbildung zum Teil zu wenig durchkommen.
00:32:32: Wir haben Gott sei Dank in Regensburg einen Dozenten, den Jeff Eisenhower der da wirklich stark ist und der das auch nach vorne treibt.
00:32:39: Auch in der experimentellen Musik ich meine jetzt nicht neue klassische Musik sondern auch im Pop oder im populären Musikbereich noch mehr experimentell arbeitet mit Sprachloops mit darunter gelegten Atmos auch teilweise eben gar nicht so Harmonischen oder mehr im harmonisch-offenen Bereich.
00:33:02: Also das sind so Bereiche, die wenn man die richtigen Dozenten und Dozentinnen dafür hat, die für dich spannend finden damit auch unsere Popmusikerin und Musiker mal sich davon inspirieren lassen können.
00:33:16: Und das hast du ja eigentlich weil du ja auch von der Gitarre kommst.
00:33:19: ich kann mich noch erinnern dass du also die ersten Bosser unterrichtet gemacht hast.
00:33:24: Das ist total wichtig für uns Keyboarder.
00:33:26: Wir haben so zwei, drei Patterns wie wir die Bio-Bossa am Klavier spielen aber das zu begreifen dass du wenn du den Samba-Una-Nord da oder Gölfa Mipanema hörst, dass so was auf der Gitarre anders funktioniert und wenn man diese Musik authentisch spielen will, dass es dann auch eine andere Instrumentarium braucht.
00:33:41: Das müssen wir auch lernen!
00:33:43: Ja ich glaube jetzt ist das insgylistische Hinsicht spannend... glaube ich nochmal spannend, da werden wir auch noch mal eine Folge zu machen.
00:33:49: in theologischer oder Frömmigkeitsrichtung scheint es mir auch noch einmal eine gewisse Ausdifferenzierung in der popularmusik hilfreich zu sein.
00:33:57: Kannst du das ein bisschen konkretisieren Stefan?
00:34:00: Ich finde das mega!
00:34:01: Ich habe das Gefühl, es gibt eine gewisse Engführung auf sehr charismatisch-piatistische oder neopiatistischen Grundfräumigkeiten.
00:34:08: Die mir persönlich als so sehr liberalem Volkskirchler ein kleines bisschen zu eng ist.
00:34:16: Da triffst du einen Thema bei mir an was mich sehr stark beschäftigt.
00:34:21: ich bin ein großer Fan der musikalischen Qualität in der Praise and Worship Szene.
00:34:27: Ich finde das, was die machen ist so... ich nenne es mal so Die From Coldplay.
00:34:33: Ja?
00:34:33: Das ist super gemacht extrem professionell produziert und ich bin auch nicht gegen so eine Art Showy Halb Entertainee Atmos da bin ich nicht dagegen.
00:34:44: also aber wogegen ich total bin Und was ich auch und das sage in aller Offenheit Ich finde Es oder lass mich konkret sagen für mich wird Gott Nicht Heiliger indem ich dreißig Mal du bist heilig singt.
00:34:57: oder für mich wird die Tiefe eines Ohaup vor Blut und Wunden Textes, eines Passionstexts der natürlich dreihundert Jahre auf dem Buckel hat.
00:35:05: Aber in der Tiefe- und Aussage einfach unerreichbar ist!
00:35:11: Und wenn ich vergleichbare Passionslieder im Present Worship höre dann würde ich den Kollegen einfach ja den Rat geben geht noch mal in euch und arbeitet an den Texten.
00:35:22: also da habe ich auch ganz große Fragezeichen.
00:35:27: Nach dem Sommer müssen wir mal ran, Hartmut.
00:35:29: Wir
00:35:29: werden das Thema nicht mehr länger vor uns her schieben... Wir werden es auch mal besprechen genau!
00:35:36: Ja Dieter ganz herzlichen Dank auch für dieses Schlusswort und die Einblicke in deine musikalische Welt.
00:35:44: Und für den Schluss unseres Interviews hast du noch einen weiteren Song mitgebracht, den wir jetzt gerne nochmal einspielen wollen.
00:35:52: Und hier ist ganz aktuell der Prolog aus dem Maria Theresia Musical, was in Wien im Ronnacher Theater läuft.
00:36:25: Sie war besonders, sie hat ins Furcht.
00:36:27: jetzt und nach all den Jahren ist sie immer noch da.
00:36:33: Ist sie immer nog da?
00:37:08: Du tatt Visionen!
00:37:09: Ganz Kinder, Männer, Welt!
00:37:10: Sie hat die Hosen an!
00:37:12: Sie ist hier bei keinem!
00:37:27: Erste Kurm Austria!
00:37:39: Hey stopp
00:37:39: mal, sie ist aber meine Mama!
00:37:41: Nein meiner!
00:37:42: Ne meine!
00:37:44: Nicht alle Kinder schweiß diesen ganzen Tag!
00:37:46: Als Kaiserin und Mutter, schwer zieht sich jedem Wahnsinn.
00:37:49: Mit Stärkung sind Schossenheit, weil sie ihr Land zu lenken.
00:37:51: Selbsteuere alte Kröffe bringt ihn zum neuen Denk.
00:37:54: Sie geht an Bewegung und vor keinem Temp!
00:37:57: Eine Reformerin gibt ja den Zukunften!
00:37:59: Moment!
00:38:03: Oh... Friedrich von Kreussen Wir wollen ihm mal nicht übertreiben.
00:38:10: wir sollten bei der Wahrheit bleiben.
00:38:12: Leben ein Herz über Verstands nehmen Fehler über
00:38:14: Hand Fortschritt unvernunft findet man in meinem Land.
00:39:36: Dieter, du hast ganz viel getan für die Musikentwicklung der Popmusik in der Kirche und außerhalb von Kirche.
00:39:45: Ja, das ist ganz hoch einzuschätzen und ich finde es großartig, dass du heute bei uns zu Gast warst.
00:39:50: Sehr gerne!
00:39:50: Und wünsch dir einfach weiter alles Gute für deine Projekte und übernimm dich nicht ne?
00:39:56: Also Stichwort Herzenfarkt oder so.
00:39:58: Ich
00:39:59: bleib schön bei dir.
00:40:00: Ja um sechs aufstehen ist auch in Ordnung, um sechs geht
00:40:02: auch.
00:40:03: Ah, du zwischen halb sechs und sechs bin ich auf der Trampelmaschine.
00:40:06: Jawohl.
00:40:07: Ja okay gut, das is ja dann auch gut fürs Herz.
00:40:09: Genau.
00:40:10: Danke euch, mir hat's Spaß gemacht.
00:40:12: Alles Gute.
00:40:12: Dir auch alles Gut.
00:40:13: Okay
00:40:14: Tschüss!
00:40:15: Ciao
00:40:15: und tschüß.
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